NP242

XJ, der Klassiker, als Cherokee vom "Liberty" abgelöst...

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NP242

Beitrag von Flash » 25.05.2011 - 22:04

Guten Tag miteinander,

Hab soeben den 300'000km Service bei meinem 4.0l Cherokee gemacht (Bj 92). Und dabei festgestellt dass die Kardanwelle am hinteren VTG-Ausgang Spiel hat. Deutlich mehr als vorne. Vorne hat es die 1-2mm die es haben sollte, hinten hat es wahrscheinlich 3-4mm.... Wenn ich die Hinterräder und die Kardan drehe, hört man komische Geräusche aus dem hinteren Kardanwellenausgang. Man hat so den Eindruck, dass hinteren Ausgangslager sei defekt.

Ich hab vor Jahren mal einen SYE bei einem XJ installiert. Da hab ich ziemlich viel auseinandergenommen... wenn ich jetzt da hinten anfange aufzuschraube, bin ich dann eigentlich grad bei der Hauptwelle? Oder bei so einer Nebenwelle? Brauch ich da 1 Lager oder mehreres?

Hab mir auf ebay.com schon einen Revisionskit für das NP242 bestellt. Rund 100$. Möchte allerdings das Ganze doch so einfach wie möglich bewerkstelligen, dass heisst, ohne Hebebühne, und ohne Getriebeausbau, innerhalb eines Tages. Der XJ soll bei mir noch bis 400'000km laufen. Was würdet ihr mir raten unbedingt zu ersetzen? Auf was muss ich speziell achten?

Danke für eure Tipps und Hilfe!!!

PS: Das Ganze hat möglicherweise einen kausalen Zusammenhang dazu, dass ich beim letzten Service wohl die Bügelchen welche die hintere Kardan am HA-Diff halten zu wenig oder mit zuwenig Loctite angezogen habe. Die waren aufjedenfall locker und ich konnte das KG hin- und herschieben.... KG war aber zum Glück noch in Ordnung..

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Re: NP242

Beitrag von Flash » 22.06.2011 - 15:16

So, hab das Ganze jetzt endlich angegangen!
Ach ja das Spiel spürte man nur im Leerlauf.

Also, hi Kardanwelle weg, hintersten Simmerring zuerst mit Schraubendreher und Zange versucht wegzunehmen, dann aber gesehen dass es nur mit Hammer und Meissel geht. Damit aber gut und ohne Verletzung des VTG's. Die drei Schrauben vom hinteresten Gehäuse gelöst (ging leicht), Gehäuse runtergenommen. Segering vom hintersten Lager weggemacht. Lager rausgenommen. Stecker vom Geschwindigkeitsmesser und den anderen Stecker weggemacht und das zweite Gehäuse entfernt. Dann kam ich zu der komischen Platte die man unten auf den Bildern sieht. Die Kreuzschrauben gehen nur sehr schwer bis gar nicht ab. Sind wohl mit Schraubenfestiger gesichert. Hab mir dann überlegt, sie mit mächtigeren Mitteln zu lösen, mich dann aber dagegen entschieden weil ich vermute, dass wenn mans so angeht, das Ganze nicht mehr zusammenbringt. Die Platte kann man auch nicht einfach nach hinten abziehen. Dass einzige was ich mir noch hätte vorstellen können, ist dass VTG in zwei Teile zerschrauben. Vielleicht hätte dass dann noch was gebracht. Da ich aber nur einen Tag bzw ein paar Stunden Zeit hatte, es im Oel keine Lagerteile oder Metallspäne hatte, dass hinterste Lager eigentlich noch recht gut wirkte (schon ein ganz klein wenig Spiel, aber wirklich nur ein ganz klein wenig), und ich von Anfang an eigentlich keine Totalzerlegung geplant hatte, hab ichs dann mit neuem hinteren Lager (Loctite rundherum) und neuem Simmerring (Gleitstück glattgeschliffen, Silikonspray drauf, Simmerring rundherum Dichtungsmasse) wieder montiert.

Ergebnis von dem Ganzen: Vielleicht hat die hi Kardan ein ganz klein bisschen weniger Spiel. Vibrationen im Allgemeinen sind ungefähr gleich geblieben. Der Cherokee-Tropfen am hinteren Verteilergetriebeausgang hat sich schon auch wieder gebildet. Und zu meiner Beunruhigung ist die Verbindung VTG-Hauptgehäuse und dem Lagergehäuse, dass heisst dem grösseren der beiden abgeschraubten Teile im oberen Bereich auf einer Länge von ca 5cm glaub nicht ganz dicht! Hab da keine Dichtung montiert da es keine Dichtung in meinem Kit hatte die da passt, sondern nur schön abgeschliffen und mit Dichtungsmasse montiert. Na ja, mal sehen wieviel der Verlust insgesamt ist. Wenn sich kaum Tropfen auf dem Parkplatz bilden, dann lass ichs mal vorläufig so. Schrauben hab ich in meinem Rep-Buch gelesen 35-41Nm. Leider hab ich nur einen Drehmomentschlüssel bis 25 und einen ab 50Nm. Also hab ich den bis 25Nm genommen und nachher mit der Ratsche noch so ca 1/5 Umdrehung zugegeben....

Wie bringt man die Platte weg? Wie hätt ich weitermachen sollen?

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Re: NP242

Beitrag von bezwinger » 22.06.2011 - 22:48

das ist die ölpumpe ...da must du jetzt das vtg trennen :evil: um weiter zu kommen
vorne zg 5,9 ..... hinten unikee ....
http://up.picr.de/11788227rt.jpg

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Re: NP242

Beitrag von Flash » 23.06.2011 - 19:13

Okay, danke für den Hinweis! :wink:

Mach ich nächtes Mal dann... :evil:

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Re: NP242

Beitrag von Flash » 27.06.2011 - 22:04

Heute druntergeschaut; Kein Tropfen Oel am VTG. Entweder leer, oder dicht. Sollte ersteres mal überprüfen... :lol:

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Re: NP242

Beitrag von Flash » 07.10.2017 - 10:42

85'000 km mehr drauf, und ich mach mich wieder an die Arbeit...

Habe denn Simmering gewechselt und danach festgestellt das er noch mehr sifft wie vorher.
Dann hab ich gemerkt das die Welle Spiel hat und das wohl die Ursache der Undichtigkeit ist.

Ich denke jetzt, es könnte 3 Ursachen haben:
-Hauptwellenlagerung im Allgemeinen
-Bushing N607 (http://asp-eberle.com/konakart/SelectCa ... y=04+NP242)
-Die Verzahnung des Kardanwellenteils ist hinüber, dadurch hat gar nicht die Hauptwelle selber, sondern nur die Kardanwelle auf der Hauptwelle Spiel (hab ich auch in irgendeinem US-Forum gelesen)

Ich frage mich, wenn ich auf die Bilder oben gucke, fehlt bei meinem VTG aus irgendeinem Grund das Bushing N607? Ist das die Ursache? Ich mein, ich hab da oben alle Komponenten abgebildet... müsste doch eigentlich in dem Trichterförmigen Teil oben unter dem Simmerring sein, oder?

Ende nächster Woche, fahr ich mit dem Teil nach Sizilien... hoffe es bis dann hinzukriegen.

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Re: NP242

Beitrag von JürgenP. » 07.10.2017 - 15:55

Ich weiß ja ned, wie's beim 242er ist, aber beim 231er hat die Ausgangswelle Richtung hintere Kardanwelle eine Nut über die der Simmering drüber muss. Da hab ich auch schon mal einen neuen zerstört :roll: vielleicht ist das gleiche Problem :idea:
Wenn etwas klemmt - wende Gewalt an
Wenn es kaputt geht, hätte es sowieso erneuert werden müssen

LG vom JuergenP.
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Re: NP242

Beitrag von Flash » 08.10.2017 - 08:08

JürgenP. hat geschrieben:Ich weiß ja ned, wie's beim 242er ist, aber beim 231er hat die Ausgangswelle Richtung hintere Kardanwelle eine Nut über die der Simmering drüber muss. Da hab ich auch schon mal einen neuen zerstört :roll: vielleicht ist das gleiche Problem :idea:
Danke für den Hinweis! Ich werde darauf achten, wenn ichs wieder zerlege...

Was ich mir auch grad noch so überlege... soll ich die Kreuzgelenke neu machen, oder nicht. Sind trotz 385'000 km auf der Uhr immer noch Erstausstattung (hab den Jeep mit 144'000 km gekauft....) und sie haben immer noch kein fühlbares Spiel! Sie sind für mich wie alte Freunde geworden die alle 12'000km begutachtet, geprüft und ausgiebig mit bestem Fett geschmiert wurden... und das haben sie mir gedankt! Sollte ich dieses Prachtswerk von Spicer jetzt einfach auf den Müll werfen? Wenn ich jetzt neue einbaue, gibt es zwei mögliche Effekte; erstens ich krieg so ein Aftermarket-Scheiss mit Mängeln direkt aus der Verpackung, oder mir reisst bei der Montage das Auge der Kardanwelle.... oder es zeigt sich das der Jeep trotz allem nachher mit weniger Vibrationen fährt. Oder ich hab eine gewaltige Unwucht in der Kardanwelle. Tja, mal sehen. Meinungen? ;-)

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Re: NP242

Beitrag von Flash » 02.12.2017 - 10:44

So Leutz,

wollt euch mal berichten wie's diesbezüglich weitergegangen ist.
Bin vom 13.10.-21.10. nach Sizilien in die Ferien gegangen. Haben 1738.60 km gemacht.

Wie oben gesagt, siffte der Simmering extrem. Versuchte dann vor den Ferien kurzfristig ein neuer Slip Joke zu kriegen, kriegte ich nicht. Habe es keinen mehr im Europalager (gemäss Chrysler Händler). Also, hab ich einfach nochmal den Simmering gemacht, und gehofft das es dichter ist. War es am Anfang auch. Auf den ersten paar hundert km ca. Danach fings wieder übler an zu siffen. Wir sind ja nicht alles runtergefahren, sondern nur Schweiz-Livorno, dann mit der Fähre nach Palermo. Und dort etwas im Nordwesten rumgekurvt. Auf dem Weg nach Erice musste ich dann sagen, hey, die grosse Sizilien Rundfahrt ist gestrichen, wir bleiben hier in der Gegend. Weil es schon fast als Rinnsal rauskam. Immer schön ATF nachgeleert. Was auch noch Probleme bereitet hat, der Flachriemen. Hab ihn vor den Ferien beim Service neu gemacht, und wohl zu zögerlich gespannt, bzw nachgespannt. Nun quitschte er beim Anlassen jedesmal übelst.... Und hatte keine Lust zum Schrauben. Zuhause nachgespannt, prompt schien die Wasserpumpe undicht zu werden. Ist jetzt aber scheinbar doch wieder dicht...
Ach ja, was auch noch zu sagen ist, der Verkehr in Palermo ist krass! Ein absolutes Erlebnis. Aber der Brötchentransporter ist das absolut perfekte Auto dafür!

Zurück zum Thema VTG. Wieder zu Hause hab ich über ebay.com ein Original Slip Joke ersteigert! Rund 150 Eur. Plus Versand. Und zwei Original Simmeringe. Rund 50 Eur. Der Slip Joke kam, und sah scheisse aus. Siehe Bilder. Hab reklamiert, und keinen Preisnachlass gekriegt. Und den Hinweis das es auch bei Chrysler USA der letzte Originale sei. Hab ihn dann intensivst poliert, - und nun; scheint dicht zu sein! Wackelt deutlich weniger als der alte. Und die Vibrationen bei höheren Geschwindigkeiten haben sich um ca 50 Prozent reduziert! Scheint also tatsächlich, eine ausgelutschte Verzahnung auf dem Slip Yoke gewesen zu sein. Seit ein paar hundert km absolut dicht. Das heisst, kein einziger Tropfen am VTG.
KG hab ich auch diesmal wieder die Alten verwendet! Originalteile rulez....

Aktueller km-Stand 388820.9km.
Bei 400.0000 km kommt er in die Presse... oder Export. ;-)

Die ersten drei Bilder von der "Reperatur" vor der Reise, die letzten zwei von der Aktion danach:
Die Welle hat ein ganz klein bisschen Spiel, aber hab ich wohl richtig vermutet das dies kein Problem ist. Die Hülse im Gehäuse, das Teil welches im Thread hier auch mal Thema war, hab ich auch neu gemacht. Hat aber wohl nix gebracht.
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Und noch ein paar Ferienbilder: :-)
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